[Call] [SGSA-SSTS] Der Vorstand der SGSA-SSTS bildet eine Arbeitsgruppe für Themen rund um Missbrauch und Soziale Arbeit

Meldungen über Missbrauchs- und Gewalterfahrungen in Einrichtungen und Angeboten Sozialer Arbeit erschüttern zutiefst. Dies wiederholt und mit Kontinuitäten. Eine Reihe von Aufdeckungen und Aufarbeitungen zu vergangenen und auch aktuellen Ereignissen, die im Zentrum Sozialer Arbeit zu verorten sind, zeigen dies umfassend und weitreichend. Beiträge zur Aufdeckung liefern Erfahrungsberichte und Initiativen von Betroffenen, juristische Verfahren und wissenschaftliche Berichte fachlicher Aufarbeitungen u. a. zu Modelleinrichtungen wie bspw. der Odenwaldschule, zum Wirken von Fach- und Lehrpersonen, wie bspw. Helmut Kentler in Deutschland und Jürg Jegge in der Schweiz, sowie strukturell und systematisch verankerte missbräuchliche Praxen, wie bspw. das Verdingkinderwesen oder die administrative Versorgung; um beispielhaft nur einige zu nennen.

Die Schweizerische Gesellschaft für Soziale Arbeit / Société suisse de travail social (SGSA-SSTS), welche eine Soziale Arbeit als Disziplin fördert – sieht sich hierbei in einer direkten Verantwortung als wissenschaftliche und praxisorientierte Gesellschaft. Themen wie (Ohn)Macht und Herrschaft in Institutionen, Fragen von Anfälligkeiten idealisierter und professioneller Beziehungen, zur Rolle von Ausbildungsinhalten und -formen, Bemühungen um Qualitätssicherung und fachliche Standards sowie der Umgang mit Diskursmacht in wissenschaftlichen Disziplin, stehen mit erneuter Deutlichkeit und Dringlichkeit zur Disposition. Hierbei will die SGSA sowohl ein Forum für Auseinandersetzung bieten, konkrete Positionen beziehen und an der heutigen und zukünftigen Aufarbeitung und Verhinderung durch wissenschaftliche Beiträge verantwortungsvoll mitarbeiten. Der Vorstand der SGSA lanciert dazu eine Arbeitsgruppe und lädt dazu ein, sich aktiv an den Diskussionen und hochschulübergreifenden Initiativen zu beteiligen.

Sind Sie Mitglied der SGSA und möchten Sie in der Arbeitsgruppe mitarbeiten? Melden Sie sich bis Montag, 27. Mai 2024 mittels des untenshenden Formulars bei uns.

Resultate aus der Arbeitsgruppe sollen im Juni 2025 im Rahmen einer Veranstaltung vor Ort präsentiert werden.

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