[News] [SGSA-SSTS] Statement on the war in Ukraine



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Stellungnahme des Vorstands der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA) zum Krieg in der Ukraine

Als Vorstand der SGSA stellen wir uns gegen den völkerrechtswidrigen Angriff der russischen Regierung gegen die Ukraine und erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die von diesem Krieg betroffen sind. Als akademische Gesellschaft sehen wir uns in der Verantwortung, sowohl die aktuelle Situation zu problematisieren als auch eine fortführende Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen anzustreben. Soziale Arbeit aus wissenschaftlicher Perspektive legt seit jeher den Blick auf Prozesse um Herrschaft, Unterdrückung und soziale Konflikte einerseits und auf Entwicklungen gesellschaftlicher Teilhabe, angemessener Hilfen und Selbstbestimmung andererseits. Die aktuelle Situation rund um den Krieg in Europa lässt prospektiv erwarten, dass sich Fragen um gesellschaftliche Solidarität auf kommunaler, nationaler, aber eben auch internationaler Ebene in verstärkter Weise zeigen und die Soziale Arbeit sowie die involvierten Personen vor besondere Herausforderungen stellen werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse können dazu beitragen, die politischen, fachlichen und solidarischen Antworten im Streben nach subjektiver Selbstbestimmung und kollektivem Wohlergehen angemessen und wirksam zu verbessern.

In beeindruckender Weise werden Formen der Solidarität bei der Aufnahme von aus der Ukraine geflüchteten Menschen deutlich und damit auch erkennbar, zu welchen raschen und unkomplizierten Hilfestellungen sozialstaatliche Institutionen in der Lage sind und wie umfangreich das Engagement in der Bevölkerung sein kann. Die hohe Relevanz freiwilliger Unterstützung macht die Lücken staatlicher Unterstützungsformen erkennbar. Letztere dürften aber insbesondere dann noch bedeutender werden, wenn sich die freiwillige Hilfsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern als Folge nachlassender medialer Aufmerksamkeit auf die Situation in der Ukraine zurückentwickeln sollte. Auch ist die aktuelle Situation kritisch zu beleuchten im Hinblick auf ein verstärktes Aufkommen nationalistischer Orientierungen und Abgrenzungen, welche die Formen der Unterstützung von Geflüchteten begleiten können und ein erhöhtes Risiko für Polarisierungen und Diskriminierung bestimmter sozialer Gruppen mit sich bringen. Historisch steht Europa vor gewichtigen Fragen gesellschaftlicher Kohärenz, nationalstaatlicher Ordnungsstrukturen und globaler Problemlösungen für ein zukünftiges Zusammenleben. Soziale Arbeit steht damit in der Pflicht, ihre Analysen zur Deutung gesellschaftlicher Entwicklungen innerhalb von Nationalstaaten und der Formen internationaler Solidarität und Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen.

Der Umgang mit den geflüchteten Menschen aus der Ukraine macht auch deutlich, inwiefern anhand der aktuellen sozialstaatlichen Dispositive eine Ungleichbehandlung von Geflüchteten besteht: Der Schutz, der durch den unkompliziert eingeführten «Status S» entwickelt wurde, gilt nicht für alle Menschen, die in der Schweiz um Schutz ersuchen. Die damit verbundene Ungleichbehandlung von geflüchteten Menschen, auch von Menschen aus der Ukraine, aber mit unterschiedlichen Pässen, zieht Fragen nach der Legitimität des Asylverfahrens nach sich: Es bringt eine politische Auseinandersetzung darüber mit sich, welchen Menschen das bürokratische und komplizierte Asylverfahren zugemutet wird. Die aktuelle Umsetzung des Schutzverfahrens durch den «Status S» macht deutlich, dass viele Möglichkeiten bei der Unterstützung von Geflüchteten zur Anwendung kommen und möglich gemacht werden, die im Asylverfahren verboten sind: So beispielsweise die private Unterbringung von Geflüchteten. Soziale Arbeit beschäftigt sich in Theorie und Forschung mit sozialer Ungleichheit, Flucht und dem Thema gesellschaftlicher Gerechtigkeit gegenüber Menschen, die anhand von zuschreibenden Merkmalen wie Klasse, Nationalität, Herkunft, Geschlecht, etc. sozial und durch die staatlichen Institutionen unterschieden werden.

Die Aufnahme von Geflüchteten ist nicht nur eine Angelegenheit des unmittelbaren Schutzes, sondern auch mit der Frage verbunden, welche mittel- und langfristigen Lebenschancen ihnen erhalten oder eröffnet werden sollen. Das betrifft die Frage nach Inklusion und Selbstbestimmung, die insgesamt komplexer ist, als sie aktuell diskutiert wird. Einerseits basiert sie auf zahlreichen lebensweltnahen Formen des Zusammenlebens, anderseits beinhaltet sie in der längerfristigen Konsequenz aber auch Fragen um gesellschaftliche Teilhabe und Zugehörigkeit. Hierbei stehen demokratische Gestaltungsmöglichkeiten, persönliche Freiheiten und die Teilhabe an zentralen Bereichen wie Arbeit, Bildung und Politik im Vordergrund. Es geht allerdings auch um die Auseinandersetzung mit der unterschiedlichen Betroffenheit gesellschaftlicher Gruppen und ihren spezifischen Bedarfslagen: Kinder und Jugendliche sind in den aktuellen Situationen des Krieges und der Flucht unmittelbar und in besonderer Weise betroffen. Die Soziale Arbeit ist in der Pflicht, ihre Wissensbestände einzubringen, um situations- und adressatengerechte Hilfen zu ermöglichen und zu verbessern.

Neben den wichtigen und beeindruckenden Formen der Solidarität und Unterstützung gegenüber den geflüchteten Menschen gilt es auch weiterhin gesamtgesellschaftliche Fragen rund um Solidarität und Unterstützung im Fokus zu behalten. Die Soziale Arbeit als Disziplin befasst sich seit jeher mit Fragen des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts. Der Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit SGSA übernimmt seine Verantwortung als Teil der akademischen Gemeinschaft und stellt seine Expertise im Bereich sozialer Inklusion für Öffentlichkeit, Politik und Gesellschaft zur Verfügung.

Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit SGSA, 13.04.2022


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Prise de position du Comité directeur de la Société suisse de travail social (SSTS) sur la guerre en Ukraine

En tant que Comité directeur de la SSTS, nous nous opposons à l'attaque du gouvernement russe contre l'Ukraine, qui est contraire au droit international, et nous nous déclarons solidaires de toutes les personnes touchées par cette guerre. En tant que société académique, nous estimons qu'il est de notre responsabilité de problématiser la situation actuelle et de mettre au jour les conséquences sociales qui en découlent. Dans une perspective scientifique, le travail social a toujours porté son attention tant sur les processus de domination, d’oppression et sur les conflits sociaux, que sur les formes de participation sociale, d’entraide ou d’autodétermination. La situation actuelle autour de cette guerre en Europe laisse présager que les questions de solidarité sociale au niveau communal, national, mais aussi international se manifesteront de manière plus intense et poseront des défis particuliers au travail social et aux personnes impliquées. Les connaissances scientifiques peuvent contribuer à améliorer de manière appropriée et efficace les réponses politiques, professionnelles et solidaires face à ces défis tant individuels que collectifs.

Les formes de solidarité qui se manifestent à l’occasion de l'accueil des personnes ayant fui l'Ukraine sont impressionnantes et permettent de se rendre compte de l'aide rapide et simple que les institutions de l'État social sont en mesure d'apporter et de l'ampleur de l'engagement de la population. Mais l’importance du soutien volontaire met également en évidence les lacunes des formes de soutien étatique. Et ces dernières risquent de devenir encore plus importantes si la volonté d'aide volontaire des citoyens devait diminuer en raison d'une baisse de l'attention des médias sur la situation en Ukraine. La situation actuelle doit également être examinée d'un œil critique en ce qui concerne l'émergence de possibles orientations nationalistes qui peuvent accompagner les formes de soutien aux réfugiés si elles devaient entraîner une polarisation et une discrimination de certains groupes sociaux. Plus largement et d’un point de vue historique, l’Europe est aujourd’hui confrontée à d’importants défis, qu’il s’agisse du maintien de la cohésion sociale, ou de la mise en place des strucutres organisationnelles nécessaires aux Etats-nations pour répondre aux problèmes globaux auxquels ils doivent faire face.

Le traitement des personnes ayant fui l'Ukraine montre ainsi combien les dispositifs actuels de l'État social peuvent entraîner une inégalité de traitement entre réfugiés : La protection développée par le "statut S", introduit de manière simple, ne s'applique pas à toutes les personnes qui demandent une protection en Suisse. L'inégalité de traitement qui en résulte entre les personnes ayant fui leur pays, y compris les personnes originaires d'Ukraine, mais possédant des passeports différents, entraîne des questions sur la légitimité de la procédure d'asile : elle entraîne un débat politique sur les personnes auxquelles la procédure d'asile bureaucratique et compliquée est imposée. La mise en œuvre actuelle de la procédure de protection par le "statut S" montre clairement que de nombreuses possibilités sont appliquées et rendues possibles dans le cadre de ce statut, alors qu'elles sont interdites dans la procédure classique de l’asile. Par exemple, l'hébergement privé des personnes en fuite. Le travail social, comme discipline et comme pratique, traite des inégalités sociales, de la migration, ou des questions de justice sociale envers les personnes qui sont différenciées socialement et par les institutions étatiques sur la base de caractéristiques attributives telles que la classe, la nationalité, l'origine, le sexe, etc.

L'accueil des personnes en fuite n'est pas seulement une affaire de protection immédiate, mais est également lié à des questions d’égalité des chances à moyen et long terme. Cela concerne la question de l'inclusion et de l'autodétermination, qui est globalement plus complexe qu'elle n'est actuellement discutée. D'une part, elle repose sur les formes de cohabitation qui sont proposées à court terme, mais d'autre part, elle implique également, à plus long terme, des questions sur les formes de participation et d'appartenance sociales qui sont offertes. Les possibilités d’une inclusion dans la vie démocratique, les libertés individuelles, comme la participation à des domaines centraux de l’existence tels que le travail, l'éducation et la politique sont ici centraux. Mais il s’agit également de prendre en compte dans leur diversité les manières dont différent groupes sociaux peuvent être touchés différemment et avoir, en conséquence, des besoins spécifiques : dans les situations actuelles de guerre et de fuite, les enfants et les jeunes sont directement et particulièrement concernés. Le travail social a le devoir d'apporter ses connaissances afin de permettre et d'améliorer les aides adaptées à la situation et aux destinataires.

Outre les formes importantes et impressionnantes de solidarité et de soutien envers les personnes en fuite, il convient également de continuer à se concentrer sur les questions de solidarité et de soutien qui concernent l'ensemble de la société. En tant que discipline, le travail social s'occupe depuis toujours de questions relatives à la cohésion sociale. Le Comité directeur de la Société Suisse de Travail Social (SSTS) assume sa responsabilité en tant que membre de la communauté académique et met son expertise dans le domaine de l'inclusion sociale à la disposition du public, de la politique et de la société.

Comité directeur de la Société Suisse de Travail Social SSTS, 13.04.2022


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Presa di posizione del Comitato direttivo della Società svizzera di lavoro sociale (SSLS) in merito alla guerra in Ucraina

Come Comitato direttivo della SSLS, ci opponiamo all'attacco del governo russo contro l'Ucraina, che è contrario al diritto internazionale, e dichiariamo la nostra solidarietà a tutte le persone colpite da questa guerra. Come società accademica, è nostra responsabilità problematizzare la situazione attuale, nonché impegnarci in un' analisi continua degli sviluppi sociali. Il lavoro sociale da un punto di vista accademico si è sempre concentrato su temi quali: i processi di dominazione, l’ oppressione e il conflitto sociale da un lato, e sulla partecipazione sociale, assistenza adeguata e autodeterminazione dall'altro. L'attuale situazione di guerra in Europa ci porta a prevedere che le questioni di solidarietà sociale a livello locale, nazionale, ma anche internazionale, diventeranno sempre più evidenti e presenteranno al lavoro sociale e alle persone coinvolte sfide particolari. I risultati della ricerca scientifica possono aiutare a migliorare le risposte politiche, professionali e di solidarietà nel campo dell'autodeterminazione e del benessere collettivo in modo appropriato ed efficace.

Le forme di solidarietà riscontrate nell'accoglienza di coloro che sono fuggiti dall'Ucraina sono impressionanti e mostrano quanto velocemente e semplicemente le Istituzioni dello stato sociale siano in grado di aiutare e quanto ampio sia l'impegno della popolazione. L'alta rilevanza del sostegno in forma di volontariato mette anche in evidenza le lacune del sostegno statale. Tuttavia, quest’ultime diverranno probabilmente più importanti se la disponibilità dei cittadini ad impegnarsi nell'aiuto volontario dovesse diminuire a causa della diminuzione dell'attenzione dei media sul conflitto in Ucraina. L'attuale situazione dovrebbe essere esaminata criticamente anche per quanto riguarda lo sviluppo e la crescita di orientamenti e demarcazioni nazionaliste, che possono accompagnare forme di sostegno ai rifugiati e comportare un maggiore rischio di polarizzazione e discriminazione nei confronti di alcuni gruppi sociali. Da un punto di vista storico, l'Europa si trova di fronte a importanti domande sulla coesione sociale, sulle strutture d'ordine degli stati nazionali e sulle soluzioni di problemi globali di convivenza per il futuro. Il lavoro sociale è quindi tenuto a mettere a disposizione le sue analisi per comprendere gli sviluppi sociali all'interno degli stati nazionali e le forme di solidarietà e cooperazione internazionale.

Il trattamento dei rifugiati dall'Ucraina mostra come rifugiati sono trattati in modo diseguale sulla base delle attuali disposizioni dello stato sociale: la protezione sviluppata attraverso il "Permesso S", introdotto in modo semplice e veloce, non si applica a tutte le persone che cercano protezione in Svizzera. La disparità di trattamento delle persone che sono fuggite, comprese le persone provenienti dall'Ucraina, ma con passaporti diversi, solleva questioni sulla legittimità della procedura d'asilo: comporta un dibattito politico su quali persone devono passare attraverso la burocratica e complicata procedura d'asilo. L'attuale implementazione della procedura di protezione attraverso il "Permesso S" rende chiaro che molte possibilità sono rese possibili nel supporto dei rifugiati che sono proibite nella procedura d'asilo: Per esempio, l'alloggio privato dei rifugiati. Nella teoria e nella ricerca, il lavoro sociale si occupa della disuguaglianza sociale, della fuga e della questione della giustizia sociale nei confronti delle persone che sono differenziate socialmente e dalle istituzioni statali sulla base di caratteristiche quali la classe, la nazionalità, l'origine, il sesso, ecc.

L'accoglienza dei rifugiati non è solo una questione di protezione immediata, ma anche legata alla questione di quali opportunità di vita a medio e lungo termine debbano essere preservate o aperte per loro. Questo riguarda la questione dell'inclusione e dell'autodeterminazione, la quale è molto più complessa di quanto si discuta attualmente. Da un lato, si basa su numerose forme di convivenza vicine alla vita quotidiana, ma dall'altro lato, implica anche questioni di partecipazione sociale e di appartenenza a lungo termine. Qui, l'attenzione è rivolta alle opzioni democratiche, alle libertà personali e alla partecipazione in aree essenziali come il lavoro, l'istruzione e la politica. Tuttavia, si tratta anche di affrontare come i diversi gruppi sociali sono colpiti dai fenomeni in modo diverso e dei loro bisogni specifici: i bambini e i giovani sono direttamente e particolarmente colpiti nelle attuali situazioni di guerra e di fuga. Il lavoro sociale ha il dovere di contribuire con le sue conoscenze per permettere e migliorare un'assistenza adeguata alla situazione e al gruppo di riferimento.

Oltre alle importanti e impressionanti forme di solidarietà e sostegno verso i rifugiati, è altrettanto importante continuare a concentrarsi sulle questioni riguardanti la solidarietà e il sostegno nella società nel suo insieme. Il lavoro sociale come disciplina si è sempre occupato di questioni di coesione sociale. Il Comitato direttivo della Società svizzera di lavoro sociale SSLS si assume la sua responsabilità come parte della comunità accademica e mette la sua esperienza nel campo dell'inclusione sociale a disposizione del pubblico, dei politici e della società in generale.

Comitato direttivo della Società svizzera di lavoro sociale SSLS, 13.04.2022


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Statement of the Board of the Swiss Society of Social Work on the war in Ukraine

As the Board of the Swiss Society of Social Work, we oppose the Russian government's military attack on Ukraine and declare our solidarity with all people affected by this war. As an academic society, we see it as our responsibility to address the current situation’s problems and to strive for the continual analysis of social developments. Social work has from an academic perspective always focused, on the one hand, on power relations, oppression and social conflicts and, on the other hand, on social participation, adequate help and self-determination. The current situation of war in Europe leads to the expectation that questions of social solidarity at the communal, national, but also international level will become increasingly apparent and pose special challenges to social work as well as the people involved. Scientific findings can contribute to the appropriate and effective improvement of political, professional and solidarity-based responses in the pursuit of subjective self-determination and collective well-being.

Forms of solidarity shown in the reception of people who have fled from Ukraine have been impressive, and have revealed how fast and uncomplicated institutions of the welfare state can provide aid as well as how extensive social commitments of the people can be. The high relevance of voluntary support also reveals gaps in forms of state support. The latter could become more important, especially if the willingness of citizens to provide voluntary assistance should decline as a result of decreasing media attention to the situation in Ukraine. The current situation should also be assessed critically with regard to increasingly emerging nationalistic orientations and demarcations, which can accompany forms of support for refugees and can entail increased risks of polarisation and discrimination against certain social groups. Historically, Europe is facing important questions of social coherence, the nation-state’s regulatory structures and global problem-solving for future coexistence. Social work is thus obliged to provide its analyses for the interpretation of social developments within nation states and to strengthen international cooperation and solidarity.

The treatment of refugees from Ukraine also reveals the extent to which refugees are treated unequally under current welfare state arrangements: The protection provided through the uncomplicated introduction of "Permit S" does not apply to all people seeking protection in Switzerland. The associated unequal treatment of people who have fled, including people from Ukraine but with different passports, raises questions about the legitimacy of the asylum procedure: it entails a political debate about which people are enjoined to go through bureaucratic and complicated asylum procedures. The current implementation of the protection granted by "Permit S" demonstrates how many possible options can be applied in support of refugees that were formerly prohibited in the asylum system: For example, private accommodation of refugees. In theory and research, social work deals with social inequality, seeking refuge and the issue of social justice concerning people who are distinguished socially and by state institutions on the basis of ascribing characteristics such as class, nationality, descent, gender, etc.

The reception of refugees is not only a matter of immediate protection, it is also linked to the question of which medium- and long-term life chances should be preserved and created. This relates to the question of inclusion and self-determination, which is more complex than currently being discussed. On the one hand, it is based on the diversity of social arrangements in living together an everyday life, on the other hand, it relates to long-term questions of belonging and participation in society. In this regard the focus lies on democratic rights, personal freedoms and participation in central areas of life such as work, education and politics. However, it is also about addressing social groups with specific needs in the current situation in suitable ways: children and young people are directly and particularly affected by war and seeking refuge. Social work has a duty to share its knowledge in order to facilitate and improve care and support that fits the situation in target group specific modes of provision.

In addition to the important and impressive forms of solidarity and support towards refugees, it is also important to continue to focus on questions concerning solidarity and support in society as a whole. Social work as a discipline has always been concerned with questions of social cohesion in general. The Board of the Swiss Society for Social Work assumes its responsibility as part of the academic community and offers its expertise in the field of social inclusion to the public, politics and society.


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